Ab in die Wanne: So geht der Stress baden

Ich bin viel beschäftigt, viel unterwegs, mein Alltag ist vielfältig.. viel, viel, viel. Schwierig, da nicht die innere Balance zu verlieren. In der Ruhe liegt die Kraft. Ich habe manchmal das Gefühl, die Welt dreht sich immer schneller und schneller. Gerade ehrgeizige, fokussierte, beinahe schon hartnäckig zielsichere und unbeirrbare Menschen müssen auf sich Acht geben und Körper und Seele pflegen, um weiterhin belastbar zu sein. Wer sich keine Auszeiten nimmt, kann irgendwann auch nichts mehr leisten.

 

Ich möchte euch von einer meiner abendlichen Lieblingsbeschäftigungen berichten, die es mir ermöglicht, den Kopf freizubekommen, den hektischen Alltag für einen Moment zu vergessen und wieder ausgeglichener zu werden: Ein warmes Vollbad ist für mich wie Balsam für die Seele und hilft mir, nicht „den Kopf zu verlieren“. 

 

Doch nicht nur auf die mentale Psyche bei Stress wirkt so ein Kurzurlaub in der Badewanne wahre Wunder. Auch Unbehagen wie Verspannungen können gelöst werden, da die Wärme der allgemeinen Muskelentspannung und der Durchblutung zugutekommt. Der komplette Bewegungsapparat des Körpers wird entlastet, was wiederum die Mobilität beeinflusst. Nach einer Auszeit in der Wanne habe ich immer das Gefühl, alles läuft im wahrsten Sinne wieder wie geschmiert. Ein entspannter Hals- und Nackenbereich lässt die Gedanken wieder fließen, wovon Konzentration, Kreativität und Aufmerksamkeit profitieren.

 

Das Angebot an Badezusätzen ist gigantisch, aber müssen es den unbedingt die glitzernden Badeperlen sein oder die in synthetischen Duftstoffen getränkten, sich selbst entfaltenden Rosenblätter? Ich bin der Meinung: Sobald du dir nicht mehr sicher bist, in was du deinen Körper da „einlegst“, solltest du die Finger davon lassen. Die meisten Zusätze sind sowieso endlos überteuert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hinten und vorne nicht. 

 

Ich vertraue am ehesten immer noch auf mich und mische mir meine Badezusätze ganz nach Bedarf und Befinden selbst an. Kräuter wie Salbei und Thymian sowie naturreines Meersalz wirken zum Beispiel antiseptisch und können Hautunreinheiten am gesamten Körper lindern. Ätherische Öle (bestmöglich naturrein) können das limbische System im Gehirn beeinflussen, das unter anderem für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist. Düfte können also tatsächlich die Laune heben und Verstimmungen entgegenwirken.

 

Lavendelöl wirkt beruhigend und ist besonders wohltuend vor dem Schlafgehen. Rosenöl und Johanniskrautöl sind dafür bekannt, dass sie Angstzustände und innere Unruhe lindern können. Kiefernöl und Zitronenöl können durch Zerstäubung Bakterien abtöten und dadurch die Luft „reinigen“. Kamillenöl wirkt beruhigend und entkrampfend, zum Beispiel bei Regelschmerzen. Eukalyptus- und Minzöl befreien die Atemwege, wirken schleimlösend und unterstützen dich beim Auskurieren einer Erkältung. 

 

Ätherische Öle, die die Schleimhäute reizen oder deren Dämpfe zu stark in den Augen brennen, können mit einer größeren Menge Basisöl wie zum Beispiel Mandel- oder Avocadoöl verdünnt werden, was zusätzlich den Vorteil hat, dass dieses die Haut während des Badens fettet und so weniger austrocknen lässt.

 

Vor allem Menschen mit trockener, problematischer Haut sollten die Badedauer im Auge behalten. Grundsätzlich wird empfohlen, sich nicht länger als 20 Minuten im warmen Badewasser aufzuhalten, um die Haut nicht allzu sehr auszutrocknen. 

 

Jemandem, der sein tiefentspannendes Bad perfektionieren möchte, empfehlen wir ein erfrischendes Getränk (um Dehydration vorzubeugen), beruhigende Musik, vielleicht einen leichten Snack und gegebenenfalls ein Buch oder ein Magazin, das du dir schon lange zu Gemüte führen wolltest. Vielleicht unseren GYMERA Fitness Ratgeber mit vielen hilfreichen Tipps für ein gesünderes und fitteres Leben? 

 

 

 

Wir wünschen gute Erholung!

Kommentare: 5 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Sandra (Samstag, 25 Juni 2016 19:58)

    Super Tipps, nur leider bleibt (bei mir zumindest) beim Baden mit Öl auch immer ein Ölfilm in der Wanne. Das heißt: hinterher muss geputzt werden und schon ist die Entspannung wieder hin. Hast du da Tipps?

  • #2

    Lisa (Samstag, 25 Juni 2016 20:08)

    Wie genau mischst du dir deine Badezusätze denn zusammen? Verwendest du frische Kräuter und gibst diese einfach ins Badewasser?

  • #3

    Lea Alexa (Montag, 27 Juni 2016 11:52)

    hallo liebe sandra,
    einfach die wanne mit einem harten strahl und heißem wasser gründlich ausspülen und bei bedarf entfettenden badreiniger über nacht einwirken lassen. damit hast du keine arbeit.

  • #4

    Lea Alexa (Montag, 27 Juni 2016 11:59)

    hallo lisa ♥
    je nach befinden. manchmal koche ich aus getrockneten kräuter (gibt's im reformhaus) einen sud. oder ich mische ein ätherisches öl mit etwas basisöl (am liebsten olivenöl) und gebe das dann in die wanne. besonders düfte wie lavendel, eukalyptus, kiefernadel und orange gefallen mir (nicht gemischt) und beeinflussen mein wohlbefinden. jeder hat da so seine ganz individuellen favoriten. :-)

  • #5

    Sporty (Dienstag, 02 August 2016 15:39)

    Wann kommt mal wieder ein blogeintrag? Kann es kaum erwarten!!